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Deutschland und Angola: Bilaterale Beziehungen

17.10.2022 - Artikel

Die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind gut. Deutschland hat mit Angola im Juli 2011 eine umfassende Partnerschaft vereinbart. Die daraufhin gegründete „Bilaterale Kommission“ auf Staatssekretärsebene und unter Beteiligung diverser Ressorts tagte zuletzt im Januar 2020. Ferner fand im August 2018 ein Besuch des Staatspräsidenten Lourenço in Deutschland statt. Bundeskanzlerin Merkel besuchte Angola am 8. Februar 2020.

2010 wurde in Luanda ein Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft eröffnet. Hier ist auch das 2022 eröffnete Deutsch-Angolanische Wasserstoffbüro H2-Diplo angegliedert.
Aktuell profitiert die angolanische Wirtschaft vom gestiegenen Ölpreis infolge des Krieges in der Ukraine. Für 2022 erwartet der IWF erstmals wieder ein Wirtschaftswachstum von ca. 2,4%. Bis zum Jahr 2012 stieg das bilaterale Handelsvolumen auf 391 Millionen Euro, sank dann jedoch deutlich und lag 2020 bei 122 Millionen Euro. 2021 konnte es sich jedoch wieder auf 146 Millionen Euro steigern.

Angola ist seit 2012 kein Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mehr. Regional profitiert Angola weiterhin von der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) in den Schwerpunkten grenzüberschreitendes Wassermanagement und grenzüberschreitender Schutz und Nutzung natürlicher Ressourcen sowie von Vorhaben der Finanziellen Zusammenarbeit.

Mehr als 2000 Staatsangehörige Angolas haben in der DDR studiert oder sind dort zu Fachkräften ausgebildet worden. Dieser Personenkreis – unter ihnen auch einige derzeitige und frühere Minister – bleibt Deutschland und der deutschen Sprache verbunden. Es gibt zahlreiche nach Angola zurückgekehrte Personen mit hervorragenden Deutschkenntnissen und doppelter Staatsangehörigkeit. Seit August 2012 ist ein deutsch-angolanisches Kulturabkommen in Kraft und bildet die Rechtsgrundlage für das 2009 eröffnete Goethe-Institut Angola.

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